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Lueften : Schimmelpilze: Gefährliche Mitbewohner
03.04.2017 09:46 (9180 x gelesen)

Schimmelpilze: Gefährliche Mitbewohner

Wächst an den Wänden der Schimmelpilz, wird es ungemütlich – und ungesund. Ein Problem, das in jeder vierten bis fünften Schweizer Wohnung auftaucht. Was man über Schimmel, dessen Entstehung und Beseitigung wissen sollte.



Schimmelpilz Quelle Coopzeitung

Wenn draussen der Winter Einzug hält, taucht drinnen häufig ein unerwünschter Mitbewohner auf – der Schimmelpilz. Er sitzt hinter dem Schrank oder wuchert im Badezimmer. Bemerken tut man ihn meist erst, wenn die Bescherung schon da ist: Ein grosser schwarzgrauer Fleck, der ebenso ungesund ist, wie er aussieht. Die Sporen des Schimmelpilzes können bei empfindlichen Menschen – besonders aber bei Kindern – allergischen Schnupfen und Bronchialasthma hervorrufen oder Atemwegs- erkrankungen begünstigen. Möglich sind auch allergische Hautreaktionen, Schnupfen, Husten, Kopfweh, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Schleimhautreizungen, Durchfall, Erbrechen sowie Schlafstörungen.

Leiden die Bewohner der verseuchten Räume an bestimmten Vorerkrankungen, leben sie richtig gefährlich: Wer schweres chronisches Asthma hat oder Cystische Fibrose, riskiert durch Schimmel die allergische Lungenerkrankung ABPA (Allergische Bronchopulmonale Aspergillose), und Menschen mit angeschlagenem Abwehrsystem (zum Beispiel durch Aids, Krebs oder Organtransplantation) können an lebensbedrohlichen Schimmelpilz- und bakteriellen Infektionen erkranken.

Eine Liste des Schreckens, die veranschaulicht, weshalb Schimmel beseitigt werden muss. Das Problem, so Kurt Hollenstein, Schimmelexperte der Firma Mellerud: «Im Anfangsstadium ist der Befall für das menschliche Auge nicht unbedingt sichtbar. Entdeckt man schwarze oder farbige Flecken an Wänden, in Ecken, an Decken oder Möbelrückseiten, hat sich der Schimmel ausgebreitet.» Typisches Anzeichen für einen Schimmelbefall in Innenräumen sei ein modriger, muffiger oder nach Erde riechender Geruch. Wie aber entsteht Schimmel überhaupt? Er benötigt ein feucht-warmes Klima sowie möglichst keine Zugluft. Feuchte Oberflächen werden durch undichte Bauteile verursacht, durch kaputte Wasser- leitungen, aufsteigende Feuchtigkeit in Keller- räumen sowie durch die Feuchtigkeit der Raumluft. In einem Fachartikel schreibt Thomas Ammann, Architekt FH und Mitarbeiter des Haus- eigentümerverbandes Schweiz (HEV): «Das Zusammenspiel zwischen Raumluftfeuchtigkeit und der Temperatur auf der Oberfläche von Bauteilen ist von grosser Bedeutung. Kühlt die Raumluft an kalten Wandoberflächen ab, herrscht an der Oberfläche eine deutlich höhere relative Feuchtigkeit als im Raum selbst.

Liegt die relative Feuchtigkeit an der Wandoberfläche während einiger Tage bei 80 Prozent oder höher, ist mit Schimmelbildung zu rechnen.» Nährstoffe der gefürchteten Schimmelpilzsporen sind Hausstaub, Papier, Karton, Tapeten sowie Holzwerkstoffe – vor allem, wenn die Materialien verschmutzt sind. Es gilt also, ein wachsames Auge auf die Luftfeuchtigkeit zu halten. «In Wohnräumen gibt es mehr als genug Feuchtigkeit. In einem Drei-Personen-Haushalt etwa verdunsten beim Duschen, Waschen, Kochen, durch Pflanzen und Haustiere ungefähr sechs bis zwölf Liter Wasser pro Tag», erklärt Kurt Hollenstein. «Besonders betroffen ist das Schlafzimmer, weil jeder Mensch pro Nacht rund zweieinhalb Deziliter Wasser verliert.» Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt, als Faustregel, während der Heizperiode neben einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius eine relative Raumfeuchtigkeit von 30 bis 50 Prozent. Ermitteln lässt sich diese mit einem einfachen Hygrometer. Daneben gibt es natürlich noch eine Reihe von weiteren Massnahmen, um dem Schimmelpilz das Leben schwerzumachen.

Haben sich Schimmelpilze ausgebreitet, muss man schnell handeln. Selbst bei geringem Schimmelbefall. Wichtig ist die Suche und nachhaltige Beseitigung der Ursachen. Liegt es an baulichen Mängeln, am falschen Lüften, oder stehen die Möbel ungünstig? «Schimmel muss immer vollständig entfernt werden, denn abgetötete Schimmelpilze und besonders deren Sporen sind ebenso gesundheitsgefährdend wie noch lebende», erklärt Hollenstein. Experten unterscheiden zwei Klassen von Schimmelbefall: Bei weniger als einem halben Quadratmeter Schimmelbefall spricht man von einer niedrigen Schadstoff-Exposition, bei mehr als einem halben Quadratmeter von einer hohen Exposition. «Bei einem kleinflächigen Befall können die Mieter oder Eigentümer den Schimmel mit geeigneten Produkten schnell und wirksam selbst entfernen, ohne dabei ein gesundheitliches Risiko einzugehen», so Kurt Hollenstein.

Um eine Ausbreitung der Pilzsporen möglichst zu vermeiden, empfiehlt es sich, betroffene Stellen mit glatter Oberfläche mit Anti-Schimmel-Produkten wie Schimmel-Entferner oder Schimmel-Vernichter zu behandeln sowie den Schimmel gemäss den Anweisungen auf den Spezialprodukten zu entfernen. Bei rauen Oberflächen die «Einsatzgebiete» nach der Anti-Schimmel-Behandlung mit einer Bürste porentief reinigen und dann ein Schimmelschutzprodukt verwenden. Muss die Tapete oder der Putz runter, die Fläche ebenfalls mit Anti-Schimmel-Mittel über die Befallsränder hinaus behandeln. Danach die Wand raschmöglichst trocknen lassen.

Achtung: Der Sanierer sollte sich bei dieser Arbeit mit Handschuhen, Mund- und Atemschutz schützen. Bei einem massiven Befall braucht es jedoch unbedingt den Rat eines Fachmanns. Entsprechende Fachstellen helfen hier weiter (siehe www.coop zeitung.ch/schimmel). Aus rechtlicher Sicht ist Schimmel ein Mangel am Mietobjekt. Der Hausbesitzer muss diesen entfernen lassen und die Kosten übernehmen. Das gilt jedoch nicht, wenn die Bewohner selbst am Schimmelbefall schuld sind. Neben dem gesundheitlichen Aspekt gibt es noch ein zweites Motiv, dem fiesen Pilz schnellstmöglich den Garaus zu machen: Wer seinen Vermieter nicht über den Schimmelbefall in Kenntnis setzt, wird unter Umständen für die in der Folge entstehenden Schäden verantwortlich gemacht. Und das kann ganz schön teuer werden!

Quelle: http://www.coopzeitung.ch/1657806#tab_1


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